Bisher sind angeborene Herzfehler und erworbene Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Minderjährigen im NUM nicht abgebildet. Das Projekt NRAHF-NUM schließt diese Lücke: Es schafft die konzeptionellen und registerseitigen Voraussetzungen, um die Daten- und Bioprobenbestände des NRAHF perspektivisch in die Forschungsinfrastrukturen des NUM zu überführen und künftig weitere Daten und Proben über die NUM-Plattformen zu erfassen.
Das NRAHF bringt dabei bewährte Strukturen ein – darunter Langzeit-Follow-up-Daten, sektorenübergreifende Patientenerfassung, qualitätsgesicherte multizentrische Biobankprozesse sowie etablierte Einwilligungs- und Datentreuhänderverwaltung. Im Gegenzug profitiert das NRAHF von den vorhandenen NUM-Infrastrukturen (u. a. LIMS, EDC, Omics-Datenbanken) und kann so Parallelstrukturen abbauen sowie Prozesse effizienter gestalten. Gleichzeitig stärkt die Anbindung die internationale Sichtbarkeit der deutschen kardiovaskulären Forschung.
Die eigentliche Überführung von Daten und Bioproben ist für ein Folgeprojekt im Jahr 2027 vorgesehen. Darüber hinaus ist eine Partizipation des NRAHF in anderen NUM-Projekten geplant.