Adaptive Plattformstudien zielen darauf ab, mehrere mögliche Behandlungsoptionen für eine bestimmte Erkrankung zu testen. Hierbei kann die Studie dynamisch angepasst werden, sodass zum Beispiel neue Behandlungsoptionen hinzukommen können oder bereits in der Studie getestete Behandlungsoptionen bei festgestellter Unwirksamkeit aus der Studie entfernt werden können. (Woodcock &  LaVange, 2017)

„Anonymisiert“ bedeutet, dass Daten in einer Weise verändert werden, dass die betroffene Person nicht mehr oder nur noch mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft identifiziert werden kann.

Fall-Kontroll-Studien vergleichen Menschen mit einer bestimmten Erkrankung mit ähnlichen Personen (zum Beispiel im Hinblick auf Alter oder Geschlecht), die diese Erkrankung nicht haben. Es wird untersucht, ob es potenzielle Risikofaktoren geben könnte, welche die Entstehung der Erkrankung begünstigt haben könnten. (IQWiQ)

Im Kontext von klinischen Studien ist die Intervention eine Maßnahme, die im klinischen Alltag nicht der Routine entspricht und ein zumindest teilweise neues Vorgehen darstellt. Die Wirkung der Intervention wird in einer Studie untersucht, sodass das neu generierte Wissen in die klinische Praxis einfließen kann. (Valentini, 2025)

Die Interventionsgruppe in einer Interventionsstudie bezeichnet die Gruppe von Teilnehmenden, die die zu untersuchende Intervention, zum Beispiel eine neue Behandlung, erhält.

Kohortenstudien beobachten Gruppen von Personen („Kohorten“) über einen längeren Zeitraum (oft über viele Jahre). Innerhalb solcher Gruppen kann untersucht werden, ob es für das Eintreten eines bestimmten sogenannten Endpunktes (zum Beispiel eine bestimmte Erkrankung) potenzielle Risikofaktoren gibt, da der Risikofaktor bei einem Teil der Personen in der Kohorte vorhanden ist und bei dem anderen Teil nicht. Bei Kohortenstudien ist zu unterscheiden zwischen:

Prospektiver (vorausschauender) Kohortenstudie: das zu untersuchende Ereignis (beispielsweise eine bestimmte Erkrankung) ist noch nicht eingetreten, aber es können potenzielle Risikofaktoren gemessen werden und die Gruppe wird über einen längeren Zeitraum begleitet, um festzustellen, bei welchen Personen das Ereignis eintritt und ob dies etwas mit den potenziellen Risikofaktoren zu tun haben könnte.   

Retrospektiver (rückblickender) Kohortenstudie: das zu untersuchende Ereignis ist bereits eingetreten und es werden rückblickend Risikofaktoren untersucht.

(IQWiQ, Müllner, 2002), Die Kohortenstudie. In: Erfolgreich wissenschaftlich Arbeiten in der Klinik)

Die Kontrollgruppe in einer Interventionsstudie bezeichnet die Gruppe von Teilnehmenden, die die zu untersuchende Intervention (zum Beispiel eine neue Behandlung) nicht erhält. In der Regel erhält die Kontrollgruppe eine Standardtherapie oder ein Placebo.

Nichtunterlegenheitsstudien untersuchen, ob eine neue Behandlung für eine Erkrankung der Standardbehandlung für diese Erkrankung nicht unterlegen ist oder diese der Standardtherapie nicht weniger als um einen vorab definierten Wert unterlegen ist. (Piaggio et al., 2006),

Ein Placebo ist eine äußerlich exakte Nachbildung eines Arzneimittels, jedoch enthält das Placebo keine pharmakologisch wirksamen Stoffe. In klinischen Studien kommen Placebos oft in der Kontrollgruppe zum Einsatz, um zu prüfen, ob das in der Interventionsgruppe getestete Arzneimittel eine objektive pharmakologische Wirksamkeit aufweist. (AOK LexikonAOK Psychologie)   

„Ppseudonymisiert“ bedeutet, dass alle unmittelbar Ihre Person identifizierenden Daten (z. B. Name, Geburtsdatum, Anschrift etc.) durch eine Zeichenkombination oder Code, ein sogenanntes Pseudonym, ersetzt werden. Dieses interne Kennzeichen sowie Ihre damit verbundenen Gesundheitsdaten und Bioproben können dann nicht mehr direkt Ihrer Person zugeordnet werden. Der Personenbezug kann allerdings bei Bedarf wieder hergestellt werden.