Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wurde im April 2020 gegründet, um die klinische COVID-19-Forschung an den Universitätskliniken in Deutschland zu koordinieren. Dem NUM gehören alle 37 Standorte der Universitätsmedizin in Deutschland an. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Zu Beginn der COVID-19-Pandemie fehlten in weiten Teilen die notwendigen Plattformen, um über eine Vielzahl an Kliniken hinweg Behandlungsdaten und Bioproben strukturiert zu sammeln, zu lagern und für die Forschung zu nutzen. Deshalb wurdenim NUM Forschungs- und Dateninfrastrukturen entweder neu aufgebaut oder bereits vorhandene Infrastrukturen integriert und weiter ausgebaut.

Eine zentrale Aufgabe des NUM ist es heute, diese Forschungsinfrastrukturen (“Plattformen”) dauerhaft für Wissenschaftler:innen bereitzustellen und stetig weiterzuentwickeln – und das auch für viele weitere Forschungsgebiete außerhalb der COVID-Forschung. Dies beinhaltet den Ausbau hin zu einem deutschlandweiten Datenraum für alle Arten von klinischen Forschungsdaten: von Informationen wie dem Geburtsdatum von Patient:innen bis hin zu Angaben zur Krankengeschichte oder Ergebnisse von Laboruntersuchungen. Die Forschungsinfrastrukturen werden durch Studien genutzt und getestet. Die Forschungsprojekte des NUM sind kliniknah und streben nach unmittelbar praxisrelevanten Erkenntnissen, um Patient:innen besser zu versorgen oder große Krisen im Bereich der Öffentlichen Gesundheit besser zu managen. Die Forschungsinfrastrukturen und die darüber verfügbaren Daten aus Studien und der Routineversorgung stehen der wissenschaftlichen Community breit zur Nutzung zur Verfügung.