14. Nationales Biobanken-Symposium: Biobank-Plattform für Deutschland im Fokus

V. l.: Sven Heiling, Dr. Daniel Brucker, PD Dr. Sara Nussbeck, Prof. Dr. Alexandra Nieters, Dr. Gabriele Anton, Dr. Ronny Baber, Dr. Cornelia Specht, Prof. Dr. Thomas Ganslandt.

Rund 200 Expert:innen aus Biobanken, Forschung, Versorgung und Industrie kamen am 15. und 16. September 2026 zum 14. Nationalen Biobanken-Symposium in Berlin zusammen. Unter dem Motto „Biobanking neu denken!“ diskutierten sie über die Zukunft des Biobankings, die Verknüpfung von Bioproben und Daten sowie neue Ansätze für Qualität, Standardisierung und Nachhaltigkeit.

Neue Strukturen für das Biobanking

Im Mittelpunkt stand die „Biobank-Plattform für Deutschland“, die seit Juli 2026 als neues Projekt im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) aufgebaut wird. In einer eigenen Session wurden die verschiedenen Arbeitsbereiche des Projekts vorgestellt. Dazu gehören unter anderem die IT-Infrastruktur, die „NUM-Biodatenbank“ und regionale Vernetzung. Deutlich wurde dabei, wie eng die einzelnen Bereiche miteinander verbunden sind und wie viele Schnittstellen zu bestehenden NUM-Strukturen bestehen – etwa zu den Datenintegrationszentren (NUM-DIZ) und dem Studiennetzwerk (NUM-SN).

„Biobanken sind längst nicht mehr ausschließlich Sammlungen hochwertiger biologischer Proben und assoziierter Daten, sondern integrale Bestandteile einer vernetzten, datengetriebenen Forschungslandschaft“, sagte Dr. Ronny Baber, Tagungspräsident des Symposiums, Leiter der Leipzig Medical Biobank (LMB) und Vorstandsmitglied des German Biobank Network (GBN).

Auch die Bedeutung der Biobank-Plattform für die Zusammenarbeit mit der Industrie wurde diskutiert. In einem Panel standen unter anderem standardisierte Daten, unterschiedliche Probentypen, klare rechtliche Rahmenbedingungen sowie effiziente und flexible Prozesse im Mittelpunkt. Damit wurden zentrale Anforderungen aufgegriffen, die auch für den Aufbau der Plattform eine wichtige Rolle spielen.

Biobanking im Wandel

Das Symposium zeigte zugleich, wie vielfältig die aktuellen Entwicklungen im Biobanking sind. Vorgestellt wurden unter anderem Tumor-Organoide, automatisierte Lagerinfrastrukturen und neue technologische Lösungen für den Laborbetrieb. Fragen der Qualitätssicherung, Standardisierung und Nachhaltigkeit zogen sich dabei durch verschiedene Sessions.

German Biobank Network (GBN) mit Posterpreis vertreten

Für das GBN bot das Symposium Gelegenheit, aktuelle Arbeiten des Netzwerks in die Diskussion einzubringen. Besonders sichtbar wurde dies bei den Posterpreisen: Dr. Philipp Schöppner und Nicole Niehoff wurden für ihr Poster „Sind kryokonservierte PBMCs fit-for-purpose? Eine systematische Übersichtsarbeit der GBN-Arbeitsgruppe PBMC“ ausgezeichnet.

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