Pressemitteilung: Patient:inneneinwilligung zur Obduktion und Forschungsdatennutzung wird bundesweit standardisiert möglich

Obduktionen haben eine große Bedeutung in der Medizin. Sie liefern wichtige Informationen, um die Todesursache der verstorbenen Person zu bestimmen, medizinisch relevante Risiken für Angehörige zu erkennen, die Grunderkrankungen und deren Verlauf besser zu verstehen, die klinischen Diagnosen zu überprüfen und die Behandlungsqualität zu verbessern. Patient:innen können nun mit einer bundesweit einheitlichen Einwilligungserklärung ihr Einverständnis geben, dass im Falle ihres Versterbens während eines Klinikaufenthalts eine Obduktion durchgeführt werden darf. Außerdem können sie ihre Zustimmung erteilen, dass ihre dabei erhobenen Daten und Proben für medizinische Forschungszwecke verwendet werden dürfen.

Möglich wird dies durch das neue Modul „Einwilligung zur Obduktion“, das die Plattform für Obduktionen und Pathologie (NATON) des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) als Ergänzung zum bundesweit eingesetzten Broad Consent der Medizininformatik-Initiative (MII) entwickelt hat. Der Broad Consent ermöglicht Patient:innen bereits heute, ihre Gesundheitsdaten und Bioproben für die medizinische Forschung bereitzustellen.