Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse nach einer Lungenentzündung besser verstehen: Fachnetzwerk Infektionen beteiligt sich erstmals an internationaler Studie

Pipette und Reagenzgläser vor einem Mikroskop

Das EU-Projekt REVIVE-CAP an dem das NUM Fachnetzwerk Infektionen (SNID) als Partner beteiligt ist, wurde von der EU-Kommission zur Förderung bewilligt. Mit einer herausragenden Bewertung von 15/15 Punkten unter mehr als 100 eingereichten Anträgen. Damit ist das Fachnetzwerk erstmals an einer internationalen Studie beteiligt.

Ziel von REVIVE-CAP ist es, das bislang unterschätzte Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse nach einer Lungenentzündung besser zu verstehen und frühzeitig erkennbar zu machen. Geleitet wird das Projekt von Prof. Evelina Tacconelli von der Università di Verona in Italien.

Die Studie wurde bereits im SNID-Lenkungsausschuss vorgestellt und dort positiv aufgenommen. Im Rahmen des Projekts wird SNID an einer prospektiven Kohortenstudie mitwirken. Ausschlaggebend für die Auswahl von SNID war dabei insbesondere der nachweisbare Rekrutierungserfolg im Modul respiratorische Infektionen der SNID-Basiskohorte. Konkret geplant ist die standardisierte klinische Erfassung von Patient:innen sowie ein strukturiertes Follow-up, um langfristig mehr über den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Betroffenen zu erfahren.

Das Fachnetzwerk Infektionen im NUM Studiennetzwerk (NUM SN) unterstützt klinische und klinisch-epidemiologische Studien im Bereich der Infektionsmedizin.