Schlaganfall-Forschung bundesweit vernetzen: Wie das Fachnetzwerk Schlaganfall klinische Studien voranbringt
Anlässlich des Welt-Schlaganfall-Tages am 29. Oktober haben wir mit Prof. Dr. Götz Thomalla gesprochen. Er ist Klinikdirektor der Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) und Sprecher des Fachnetzwerks Schlaganfall im NUM Studiennetzwerk. Im Video spricht Prof. Thomalla über die bundesweite Zusammenarbeit in der Forschung sowie darüber, was im Ernstfall und zur Vorbeugung von Schlaganfällen wichtig ist.
Schnellere Studien, schnellerer Zugang zu neuen Behandlungen
Das Fachnetzwerk Schlaganfall will klinische Schlaganfallstudien in Deutschland beschleunigen und erleichtern. Davon sollen auch Patient:innen profitieren, weil neue Behandlungsmöglichkeiten schneller in der Praxis ankommen.
Große und repräsentative Studien sind nur mit vielen beteiligten Zentren möglich. Deshalb ist die bundesweite Zusammenarbeit entscheidend. Das Fachnetzwerk Schlaganfall im NUM Studiennetzwerk bringt die Standorte dafür zusammen.
Schlaganfall als gesellschaftliche Herausforderung
Der Schlaganfall betrifft jedes Jahr Tausende Menschen und ist eine der großen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Prof. Thomalla wünscht sich daher von Politik, Forschung und gesellschaftlichen Kräften, dass sie ihre Aktivitäten bündeln und sich für mehr Aufmerksamkeit, Aufklärung und Förderung einsetzen.
Bei einem akuten Schlaganfall zählt jede Minute. Wer den Verdacht hat, selbst oder bei Angehörigen oder Menschen im Umfeld einen Schlaganfall zu erleiden, sollte sofort den Rettungsdienst unter der 112 rufen. Nach Einschätzung von Prof. Thomalla lassen sich die meisten Schlaganfälle jedoch verhindern. Welche Faktoren dabei die größte Rolle spielen, erläutert er im Video.
Das vollständige Video-Interview mit Prof. Thomalla finden Sie unter diesem Text.