Recap: Zweite Vollversammlung des NUM Studiennetzwerks

Foto: Cornelius Pfannkuch

Am 14. und 15. September 2026 war das NUM Studiennetzwerk mit seinen Fachnetzwerken Infektionen, Schlaganfall und Intensivmedizin bei der Universitätsmedizin Frankfurt zu Gast. Zur zweiten Vollversammlung kamen insgesamt 225 Besucher zusammen, darunter mehr als 56 Vortragende. Zwei Tage lang standen der wissenschaftliche Austausch, aktuelle Themen der klinischen Forschung und die Weiterentwicklung des NUM Studiennetzwerks im Mittelpunkt.

Eröffnet wurde das Rahmenprogramm von Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt, und Ralf Heyder, Leiter der Koordinierungsstelle des Netzwerks Universitätsmedizin. Vier Plenarsessions beleuchteten den aktuellen Stand der klinischen Forschung und diskutierten das Potenzial, klinische Studien in Deutschland schneller und effizienter durchzuführen:

  • NUM Studiennetzwerk: Was war, was ist, was wird werden?
  • Auf dem Weg zur „selbstnavigierenden“ klinischen Studie?
  • Klinische Studien in Deutschland: Wo stehen wir?
  • Gemeinsam intersektoral forschen

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie klinische Forschung in Deutschland schneller, einfacher, patient:innenorientierter und international wettbewerbsfähiger werden kann. Das NUM Studiennetzwerk schafft hierfür eine zentrale Grundlage: Es vernetzt die deutsche Universitätsmedizin, klinisch Forschende, Dateninfrastrukturen und weitere Partner standortübergreifend.

Ergänzt wurde das Plenarprogramm durch elf Parallelsessions, die aktuelle Themen der Community aufgriffen und Raum für Diskussion und Networking boten. Dazu gehörten unter anderem ein operatives Vor-Ort-Treffen des Fachnetzwerks Infektionen und der Aufbau einer deutschlandweiten Infrastruktur für pädiatrische Infektionsforschung, die Optimierung der Einbindung der Patient in klinische Studien sowie Fragen der Schlaganfallforschung und des Umgangs mit nicht-einwilligungsfähigen Patient:innen. Auch die Unterstützung von Studienleitungen bei der Nutzung der NUM-Infrastrukturen war Thema einer Parallelsession.

Neben den Mitgliedern des NUM Studiennetzwerks und seiner Fachnetzwerke waren auch Vertreter:innen weiterer Organisationen und Netzwerke dabei, darunter das KKS-Netzwerk, der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa), DEGAM-ForNet, Helios Health GmbH, der Bundesverband Medizinischer Auftragsinstitute (BVMA) und NFDI4Health.

Die zwei Tage in Frankfurt boten spannende Updates, wissenschaftlichen Austausch, Diskussionen über die Zukunft der klinischen Forschung sowie neue Impulse und Perspektiven. Vor allem aber bot die Vollversammlung Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung innerhalb der Community. Deutlich wurde dabei auch, dass für multizentrische klinische Studien am Forschungsstandort Deutschland gute Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Das NUM Studiennetzwerk trägt mit vereinfachten bürokratischen Prozessen und Kommunikationsstrukturen, digitalen Lösungen und einer engen Kooperation verschiedener Akteur:innen dazu bei.

Geschlossen wurde die Vollversammlung von Prof. Janne Vehreschild, Sprecher des NUM Studiennetzwerks. Wir bedanken uns herzlich bei unserer Community und unseren Partnern für die rege Teilnahme, die vielfältigen Diskussionen und den offenen Austausch. Wir freuen uns auf das nächste Mal!