GenSurv - Genomic Pathogen Surveillance and Translational Research
Ziele und Arbeitsfelder
Gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) und weiteren Expertinnen und Experten entwickelt GenSurv ein nationales Netzwerk für die genomische Erreger-Surveillance, indem es für die Surveillance relevante Strategien, Technologien und Expertisen effizient zusammenführt, bewertet, (weiter-) entwickelt und zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung stellt. Dazu gehören insbesondere Strategien zur Auswahl und Beprobung relevanter Infektionserreger, der Aufbau einer Dateninfrastruktur zur Speicherung und Analyse von Infektionserreger-Sequenzierungsdaten sowie eine Verknüpfung dieser Daten mit ausgewählten Informationen zum Verhalten des Erregers und dem Kontext, in dem die Infektion erfolgte. GenSurv ist grundsätzlich skalierbar und international anschlussfähig konzipiert. Das Modul basiert auf vertrauensvoller institutions-, sektoren- und professionsübergreifender und überregionaler Zusammenarbeit. Die Prinzipien der Offenheit, Kollaboration, Qualitätssicherung und Effizienz gemäß der FAIR-Prinzipien stellen die Basis der Zusammenarbeit dar.
Projektverlauf
GenSurv wurde in der ersten Förderphase im Rahmen des Forschungsprojekts B-FAST initiiert. In der zweiten Förderphase wurde GenSurv als eigenständige Infrastruktur weitergeführt und konsolidiert. Im Rahmen von zwei Forschungsprojekten (MolTraX und GenSurv+) erfolgte eine systematische Erprobung sowie die inhaltliche und technische Weiterentwicklung der Infrastruktur. In der dritten Förderphase wird GenSurv als Modul der Infrastruktur NUM-SAR fortgeführt. Im Rahmen der Förderung wird das gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut entwickelte Konzept weiterverfolgt und erweitert.
Im Projekt MolTraX wurde die systematische Einbindung des öffentlichen Gesundheitsdienstes adressiert, während GenSurv+ die Übertragbarkeit der ursprünglich für SARS-CoV-2 entwickelten Infrastruktur auf bakterielle Erreger mit antimikrobiellen Resistenzen demonstriert. GenSurv ist dabei auf eine kontinuierliche Erweiterung auf weitere Erreger ausgelegt und verfügt über Schnittstellen zu projektinternen Partnern innerhalb von NUM-SAR.
Ansprechpersonen
Sprecher:innen von GenSurv sind Prof. Dr. Alexander Dilthey (Düsseldorf) und Prof. Dr. Claudia Hornberg (Bielefeld). Bis Mitte 2026 wird Prof. Dilthey von PD Dr. Ulrike Loderstädt (Göttingen) vertreten. Die Koordination übernehmen Anna Bludau (Göttingen), Airin Franke und Markus Tröger (beide Bielefeld). Insgesamt sind sieben Universitätskliniken in GenSurv sowie das Robert Koch-Institut als assoziierter Partner beteiligt.