Forschungsprojekt stärkt transatlantische Zusammenarbeit des NUM

Anfang April ist an der Technischen Universität Dresden ein neues Forschungsprojekt gestartet: „NUM^OHDSI Connect“. Das Projekt baut vor allem auf den NUM-Infrastrukturen des NUM Studiennetzwerks (NUM SN) und der Datenintegrationszentren (NUM-DIZ) sowie dem Forschungsprojekt NUM4Rare auf. Operative Ansprechpartnerinnen des Projekts sind Katja Hoffmann und Michele Zoch.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und „Observational Health Data Sciences and Informatics (OHDSI)“, der internationalen Open-Science-Community im Bereich Gesundheitsdaten, deutlich auszubauen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie medizinische Daten aus verschiedenen Ländern besser zusammengeführt und genutzt werden können. Dabei konzentriert sich das Projekt zunächst auf seltene Erkrankungen und Infektionskrankheiten, bei denen oft nur wenige Daten pro Land vorliegen. Durch gemeinsame Standards können diese Daten künftig leichter verglichen und ausgewertet werden.

Ein zentraler Baustein ist ein international etabliertes Datenmodell, das hilft, unterschiedliche Gesundheitsdaten einheitlich zu strukturieren. So können Forschende weltweit schneller und zuverlässiger große Studien durchführen, etwa in Krisensituationen wie Pandemien.

Geplant sind vielfältige, ko-kreative Austauschformate mit Partnern aus Europa und Nordamerika, die bewusst über klassische Workshops hinausgehen. Diese Formate dienen nicht nur dem fachlichen Austausch, sondern vor allem dem Aufbau nachhaltiger Arbeitsbeziehungen, der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen und der aktiven Einbindung weiterer Akteur:innen aus dem NUM.

Das Projekt wird zwar unabhängig vom BMFTR finanziert, nutzt aber bestehende Strukturen des Netzwerks Universitätsmedizin. Am Ende soll nicht nur ein starkes internationales Netzwerk stehen, sondern auch eine bessere Anschlussfähigkeit deutscher Datenräume an globale Forschungsinitiativen wie die Open-Science-Community OHDSI, das Data Analysis and Real World Interrogation Network (DARWIN EU) und den European Health Data Space (EHDS).

Mehr Infos finden Sie auf der Website der TU Dresden: zur Projektbeschreibung