Der Biobankenverbund am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf besteht aktuell aus vier etablierten Biobanken mit unterschiedlichen klinischen Schwerpunkten. Hierzu zählen die Biobank der populations-basierten Hamburg City Health Study (HCHS), die Hamburger Patienteninformationssystem Multiple Sklerose Biobank (HAPIMS), die Bioprobenressource des University Cancer Center Hamburg (UCCH-Biobank) und die Biobank der Clinical Cohort Studies (CCS) am Universitären Herz- und Gefäßzentrum am UKE. Diese Biobanken unterstützen maßgeblich die klinisch-translationale Forschung sowie die Grundlagenforschung am Standort.
Der Verbund schließt eine Vielzahl verschiedener Kohorten ein und verfügt über zahlreiche hochqualitative flüssige und feste Bioproben, die für diverse Forschungsprojekte nach den entsprechenden Reguliarien der Biobanken zur Verfügung gestellt werden können. Aus logistischen Gründen werden die Bioproben dezentral in den verschiedenen Bereichen prozessiert. Die Lagerung der kostbaren Bioproben erfolgt zum Teil bereits in der zentralen Lagerfacility am UKE in manuellen Großraumtanks und einem halbautomatischen Lagersystem. Überwiegend betreiben die Biobanken eigene dezentrale Lager.
Zur Qualitätssicherung der UKE Biobanken dient ein interner „friendly“ Audit. Im Rahmen des Audits werden die rechtlichen und ethischen Standards, Verantwortlichkeitsregelungen, Prozessqualität, technische Anforderungen und die Sicherung der Probenqualität überprüft. Einige Biobanken wurden bereits auch durch externe Auditierungen, DZHK und Industrie, validiert.
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bietet zur strukturierten und datenschutzkonformen Erhebung und Speicherung von Daten zu Bioprobensammlungen in der medizinischen Forschung das IT-System OpenSpecimen (Krishagni) als Webanwendung an. Die Software wird nach der aktuell laufenden Beschaffung in die IT-Infrastruktur des UKE integriert und zentral für die lokalen Biobanken und Bioprobensammlungen zur Verfügung gestellt werden. Einige der etablierten Biobanken am UKE konnten bereits eigene Biomaterialdatenbanken programmieren, die ihnen eine sehr flexible und leicht anpassungsfähige Dokumentation der Probenlagerung ermöglicht. Zu diesem Zweck wurde eigens die Probenmanagement-Datenbank (PMD) programmiert.
Biobankleitungen
- Biobanken HCHS und CCS: Prof. Dr. Tanja Zeller
- UCCH-Biobank: Prof. Dr. Kai Rothkamm
- HAPIMS: Prof. Dr. Manuel Friese
Akkreditierung bzw. Zertifizierung
Zertifiziert, DIN EN ISO 9001:2015

PD Dr. Andrea Kristina Horst
Projektmanagerin Biobanken
biobankenverbund@uke.de
Tel. +49 (0) 40 – 7410 59058
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Medizinische Fakultät, Prodekanat für Forschung
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Testimonial
Kennzahlen
| >850.000 verfügbare Flüssig- und Festproben | 55 aktive Sammlungen | 106 Projekte in 2020 |