Die MDC-Biobank bietet Forschern eine vollautomatisierte Plattform für die hochwertige Lagerung und Entnahme flüssiger biologischer Proben aus Forschungsprojekten im Ultratiefkühlbereich. Neben der sicheren Lagerung von Bioproben bietet die Biobank wissenschaftliche und operative Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Forschungsprojekten mit biologischen Proben und beteiligt sich an bedeutenden klinischen und epidemiologischen Studien. Der Schwerpunkt der Biobank liegt auf dem Probenmanagement. Die Verwaltung der phänotypischen Daten sowie die Nutzung und der Zugriff werden von den Forschungsprojekten gewährleistet. Die Biobank kann ein breites Spektrum an Forschungsaktivitäten unterstützen, darunter Kohortenstudien, klinische Studien und experimentelle Projekte mit lebensfähigen Zellen wie Stammzellen.
Die Proben werden in der Gasphase von flüssigem Stickstoff bei Temperaturen unter –160 °C in einem vollautomatisierten Robotersystem gelagert. Diese Infrastruktur gewährleistet eine stabile Langzeitkonservierung, eine schnelle Identifizierung und eine effiziente Entnahme von Proben unter Aufrechterhaltung einer lückenlosen Kühlkette. Ein zentraler Grundsatz der Biobank ist die Lagerung von Proben in kleinen Aliquoten, um unnötige Gefrier-Auftau-Zyklen zu minimieren. Die Infrastruktur ist für Proben optimiert, die bei ihrer Ankunft bereits gefroren sind, wodurch eine maximale Probenintegrität während der gesamten Lagerung und Handhabung gewährleistet wird.

Prof. Dr. Tobias Pischon
Wissenschaftliche Leitung der MDC-Biobank
tobias.pischon@mdc-berlin.de
Tel. +49 30 9406 1950
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Biobank (Haus 93)
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin
Kennzahlen
| 2019 Inbetriebnahme | 1.510.000 verfügbare Flüssigproben | 7 unterstützte Projekte |
Weitere Projekte:
- InFlame, klinisch DRKS00031203
- HEMICU, klinisch NCT03510650
- MetSScan, experimentell (MDC)