Extreme Hitze kann vielfältige gesundheitliche Folgen haben. Von Hitzschlag und Sonnenstich bis hin zu Belastungen des Kreislaufsystems und des Flüssigkeitshaushalts. Um diese Auswirkungen zeitnah beobachten zu können, wird das Dashboard der RKI-Notaufnahmesurveillance künftig auch Häufungen hitzebedingter Vorstellungen in Notaufnahmen sichtbar machen.
Grundlage hierfür sind die Routinedaten teilnehmender Notaufnahmen des Notaufnahmeregisters, die über die NUM-Plattform für Akut-, Intensiv- und Notfallmedizin AKTIN täglich an das RKI übermittelt werden. Seit 2020 ermöglicht die gemeinsam mit dem RKI aufgebaute "syndromische Surveillance", ein Frühwarnsystem auf Basis von Krankheitssymptomen, die Beobachtung von Trends in der Notfallversorgung auf Basis freiwillig teilnehmender Kliniken.
Der neue Hitzeindikator wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „KlimaNot" entwickelt und ergänzt die bisher vorwiegend auf Infektionskrankheiten fokussierte Berichterstattung um einen wichtigen Baustein zur Beobachtung nicht-übertragbarer, klimasensibler Gesundheitsphänomene.
Die AKTIN-Infrastruktur freut sich, mit den Daten der teilnehmenden Notaufnahmen einen Beitrag zu einer verbesserten Risikokommunikation und einer schnelleren Information von Kliniken und öffentlichem Gesundheitsdienst zu leisten.
