Erstes Community-Meeting des GBN 2026 in Mannheim

Am 23. und 24. April 2026 traf sich die Community des German Biobank Network (GBN) zum bislang größten Community-Meeting in Mannheim. Mehr als 80 Teilnehmende aus ganz Deutschland kamen an der Universitätsmedizin Mannheim zusammen, um aktuelle Entwicklungen im Biobanking zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen. Gastgeber waren die Integrated Biobank Mannheim (IBM) unter der Leitung von Dr. Romy Kirsten sowie das Pathologische Institut der Universitätsmedizin Mannheim unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Brochhausen-Delius. 

Zum Auftakt begrüßten Dr. Romy Kirsten, Prof. Dr. Christoph Brochhausen-Delius, Prof. Dr. Wolf-Karsten Hofmann (Direktor der Klinik für Hämatologie und Internistische Onkologie) und Prof. Dr. Maurice Stephan Michel (Direktor der Klinik für Urologie und Urochirurgie) die Teilnehmenden und gaben Einblicke in die Entwicklung der IBM sowie in die enge Verzahnung von Biobanking, Pathologie und Dateninfrastrukturen am Standort Mannheim.  

„Das Community-Meeting in Mannheim auszurichten, war für uns eine große Freude. Der intensive Austausch innerhalb des Netzwerks bringt nicht nur wichtige fachliche Impulse, sondern macht zugleich sichtbar, welche zentrale Rolle Biobanken als Forschungsinfrastrukturen an den einzelnen Standorten spielen“, sagte Dr. Romy Kirsten. 

Vielfältiges Programm von Gewebe bis Biobank-Plattform 

Das Programm spiegelte die thematische Breite der GBN-Community wider. Einen Schwerpunkt bildeten Beiträge aus der Pathologie und dem Gewebe-Biobanking. Prof. Dr. Christoph Brochhausen-Delius stellte unter anderem das Tissue Image Center sowie ein internationales Kooperationsprojekt vor. Auch die AG Gewebe präsentierte aktuelle Arbeiten, die von Qualitätsparametern für Gewebeproben über PDX-Modelle bis hin zu Frischgewebe- und Slice-Kulturen reichten. 

Technologische Entwicklungen standen auch bei Dr. Jens Langejürgen, Forschungsbereichsleiter Gesundheitstechnologien und -prozesse am Fraunhofer IPA, im Fokus. Er gab Einblicke in aktuelle Single-Cell-Technologien. PD Dr. Stephanie Witt stellte zudem die Biobank des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit vor und zeigte, welche Bedeutung Biobanking auch für die psychiatrische Forschung gewinnt. 

Ein zentrales Thema des Treffens war die geplante „Biobank-Plattform für Deutschland“. Mitglieder des GBN-Vorstands informierten über den aktuellen Planungsstand, Arbeitspakete und die Rolle der GBN-Biobanken innerhalb der Initiative, die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert ist.  

Community und Austausch im Mittelpunkt 

Neben den Fachvorträgen stand vor allem der persönliche Austausch im Fokus. Ob in den Pausen, beim gemeinsamen Abendessen oder während einer Stadtführung durch Mannheim – die Gelegenheit zum Netzwerken wurde intensiv genutzt. 

„Das Community-Meeting zeigt jedes Mal aufs Neue, wie viel Dynamik in unserem Netzwerk steckt. Der persönliche Austausch ist dabei ein entscheidender Motor für gemeinsame Entwicklungen“, betonte GBN-Vorstandssprecherin PD Dr. Sara Y. Nußbeck. 

Auch von Teilnehmenden erhielt das Meeting ausgesprochen positives Feedback. PD Dr. Kristina Heyne, Leiterin der Biobank der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes, resümierte: „Ich war zum ersten Mal bei einem GBN-Meeting dabei und war total beeindruckt von der Atmosphäre und den Inhalten. Ein großes Kompliment an das Organisationsteam!“

Integrated Biobank Mannheim (IBM)

Konzept „Eine Biobank-Plattform für Deutschland“

Interview mit Dr. Ronny Baber auf pharma-fakten.de: „Geplante Biobank-Plattform“ (10.05.2026)