Meilenstein für adaptive klinische Studien in Deutschland

Am 9. Februar 2026 stellte Prof. Dr. Maria Vehreschild (Leiterin des Schwerpunkts Infektiologie am Universitätsklinikum Frankfurt) im Rahmen der Veranstaltungsreihe NUM Insights vor rund 60 Teilnehmenden erste Ergebnisse und Erfahrungen aus RAPID-REVIVE vor.

Die vom BMBF im Rahmen des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) geförderte Phase-2-Studie untersuchte innovative medikamentöse Therapieansätze für das Post-COVID-Syndrom (PCS)

Was RAPID-Revive besonders macht:
Die Studie wurde multizentrisch, randomisiert, placebokontrolliert und doppelverblindet durchgeführt – und ist darüber hinaus adaptiv. Das bedeutet: Auf Basis geplanter Zwischenauswertungen können Behandlungsarme flexibel angepasst werden. Ein entscheidender Vorteil bei komplexen Studiendesigns. Damit ist RAPID-Revive die erste adaptive Plattformstudie für Post-COVID in Deutschland. Die organisatorischen und regulatorischen Anforderungen bei Vorbereitung und Initiierung waren entsprechend hoch. Das Team um Prof. Vehreschild und Prof. Oliver A. Cornely hat diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert.

Im ersten Subprotokoll REVIVE wurden an elf Universitätskliniken 150 Post-COVID-Patient:innen eingeschlossen. Mithilfe von Apps und Wearables wurden unter anderem körperliche Funktionen, kognitive Leistungsfähigkeit und psychische Belastung erfasst. Nach einer geplanten Zwischenevaluierung wurde die Studie durch das Data Safety Monitoring Board beendet. Die beim Aufbau gewonnenen Erfahrungen sind wegweisend für die kommenden Subprotokolle: Das neue Subprotokoll ELAPSE wird auf dem bestehenden Masterprotokoll aufsetzen und die etablierten Prozesse weiter nutzen.

RAPID-Revive zeigt eindrucksvoll, wie innovative Studiendesigns die klinische Forschung in Deutschland nachhaltig stärken können.

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe NUM Insights