Interview zum Tag der Pflegenden am 12. Mai

Foto-Quelle: Privat

Mit Maximilian Massow, Studienassistent in der Infektiologie und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig

Wie bist du zur Studienassistenz gekommen?
In meiner früheren beruflichen Laufbahn als Operationstechnischer Assistent hatte ich u. a. in der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie im Brandverletztenzentrum gelegentlich Kontakt mit Forschungsprojekten, bei denen intraoperative Probenentnahmen durchgeführt wurden. Damals habe ich mich zum ersten Mal damit auseinandergesetzt, was es bedeutet, zu forschen und welche Weitläufigkeit und Relevanz Forschung insgesamt hat. Letztlich wurde ich durch meine Schwester, welche kurz vor mir als Studienkoordinatorin in einem anderen Projekt startete, inspiriert und habe mich in der Infektiologie und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig beworben. Dort arbeite ich jetzt seit Januar 2025 als Studienassistent. 

Wie sieht dein Arbeitsalltag konkret aus?
In den letzten Monaten habe ich mir einen klaren Ablauf für meinen Arbeitsalltag überlegt. Zuerst bekomme ich eine Liste von Patient:innen, die bereits vorab geprüft wurden. Dann schaue ich, wie viele davon für die Studie infrage kommen. Danach plane ich meine nächsten Schritte individuell. Dabei achte ich darauf, was im Klinikalltag gerade passiert – zum Beispiel Visiten, Untersuchungen oder Behandlungen. So kann ich den richtigen Zeitpunkt finden, um mit den behandelnden Ärzt:innen, dem Pflegepersonal und den Patient:innen zu sprechen. Neben den Studieneinschlüssen sind auch potentielle Abschlussvisiten und Probenentnahmen Teil meiner täglichen Arbeit. Im letzten Tagesdrittel fokussiere ich mich auf die Dokumentation in den Elektronischen Case Report Forms (eCRF). Das sind digitale Formulare zur standardisierten Erfassung von Patient:innendaten in klinischen Studien.

Welche Rolle spielt deine Arbeit für den Erfolg der Studien im NUM?
Ich glaube, die entscheidenden Punkte bei solchen Projekten sind die Kommunikation und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie ein gewisses Fingerspitzengefühl für die erste Kontaktaufnahme mit Kollegen und Kolleginnen als auch den Patient:innen. Ich empfinde meine Rolle dabei als Bindeglied und Sprachrohr zwischen dem Projekt und dem Krankenhausalltag und versuche, beides bestmöglich in Einklang zu bringen. Mein Vorteil ist, dass ich aufgrund meiner pflegerischen Vergangenheit die Perspektive aus klinischer Sicht kenne und weiß, was ich mir damals von Studienassistenten gewünscht hätte, wenn diese mit einem Anliegen auf mich zukamen. 

Was motiviert dich persönlich an deinem Job am meisten?
Mich motiviert am meisten, mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und zukünftige Forschungsfragen als Studienassistent bestmöglich zu unterstützen. Unabhängig davon genieße ich auch den Patientenkontakt und es freut mich sehr, wenn sich Patient:innen durch ein kurzes Gespräch besser fühlen und ich somit einen kleinen Teil zu deren Wohlbefinden beitragen kann.