ENRICH verbindet die NUM-Forschungsinfrastrukturen zu einem einheitlichen Datenraum

Sobald die Bewilligung im Rahmen der dritten NUM-Förderphase erfolgt ist, steht ENRICH (Extending NUM Research Infrastructures through Collaboration and Harmonization) in den Startlöchern, um ab Februar 2026 erstmals eine übergreifende Verbindung zwischen den bestehenden NUM-Forschungsinfrastrukturen zu schaffen und neue Datenquellen zu erschließen.

Ein Portal für alle NUM-Daten entsteht
Herzstück von ENRICH wird das neue DATAPORTAL4NUM sein, das Forschenden künftig einen einheitlichen Zugang zu allen NUM-Ressourcen bieten wird. Über einen zentralen NUM-Wissensgraphen sollen die relevanten Metadaten aus allen Infrastrukturen harmonisiert, vernetzt und durchsuchbar gemacht werden – ohne dabei die Autonomie der einzelnen Systeme zu beeinträchtigen. Der föderierte Ansatz unterstützt die dezentrale Speicherung der NUM-Daten, während ihre Auffindbarkeit und Nutzbarkeit deutlich verbessert wird.

Brücken bauen zwischen Bildgebung und Klinik
Mit NUM-BRIDGE soll eine bidirektionale Verbindung zwischen RACOON und den Datenintegrationszentren (DIZ) entstehen. Dies wird die nahtlose Verknüpfung von Bildgebungsdaten mit klinischen Routinedaten ermöglichen – ein entscheidender Schritt für multimodale Forschungsansätze.

Automatisierung für effizientere Studien
Das Teilprojekt DIZ-NUKLEUS wird die automatische Übertragung von Labordaten aus der Routineversorgung in Studiendatenbanken pilotieren. Dies soll nicht nur den manuellen Dokumentationsaufwand erheblich reduzieren, sondern auch die Datenqualität verbessern und Forschungsprozesse beschleunigen.

Neue Datenquellen werden erschlossen
ENRICH wird aber auch den bestehenden NUM-Datenraum systematisch um neue Datentypen erweitern:

  • NUM-OMICS wird eine Plattform für genomische und molekulare Daten etablieren
  • COLOCATE soll Pathologiedaten für die Forschung zugänglich machen
  • Externe Daten z.B. von Krebsregistern und Krankenversicherungen werden integriert
  • mHealth-Daten aus Sensoren und Wearables sollen auf Basis interoperabler Standards in die Infrastrukturen einfließen

Gemeinsam stark für die Zukunft
23 NUM-Partner und 12 assoziierte Partner werden von Februar 2026 bis Juli 2028 in ENRICH zusammenarbeiten. Die zu entwickelnden Standards und Schnittstellen schaffen die Grundlage für eine nachhaltige, interoperable Forschungsinfrastruktur – nicht nur national, sondern auch mit geplanten Anschlusspunkten an europäische Datenräume.