Akute Organdysfunktion der Lunge
Organspezifisches Modul
Akutes respiratorisches Versagen ist eine der häufigsten lebensbedrohlichen Komplikationen auf der Intensivstation. Das Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS) betrifft jährlich zehntausende Patient:innen in Deutschland und geht trotz moderner Beatmungstherapie mit einer Mortalität von bis zu 40% einher.
Das Modul Lunge baut auf den Erkenntnissen bisheriger Meilensteinstudien auf und adressiert offene Fragen zu Beatmungsstrategien, dem Einsatz extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) sowie der Entwöhnung des Beatmungsgeräts. Dabei werden sowohl pathophysiologische Grundlagen als auch konkrete Therapieentscheidungen untersucht, die direkt in die klinische Versorgung einfließen können.
Informationen zur ersten adaptiven Plattformstudie finden sich auf der Seite ADAPT Lung.
Modul-Pat:innen
Dr. med. Falk Fichtner
Modul Lead
Universitätsklinikum Leipzig
Prof. Dr. med. Steffen Weber-Carstens
Modul Co-Lead
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Forschungsschwerpunkte
- Lungenschützende Beatmungsstrategien bei ARDS und akuter Lungenschädigung (ALI)
- Indikationsstellung, Timing und Management der extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO)
- Entwöhnung vom Beatmungsgerät (Weaning) und Frühmobilisierung
- ARDS-Subphänotypen und personalisierte Beatmungsstrategien
- Epidemiologie des akuten respiratorischen Versagens in Deutschland