Mit der Biobank der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (BBMUL – CT) begrüßt das German Biobank Network (GBN) einen weiteren Observer im Netzwerk. Die neue Einrichtung entsteht derzeit an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus und soll künftig als zentrale Infrastruktur das Biobanking für Forschung und klinische Projekte an der Universitätsmedizin bündeln.
Aufbau einer zentralen Biobanking-Infrastruktur
Die BBMUL – CT wird künftig als Core Unit im Bereich Forschungsservice der MUL – CT angesiedelt sein. Zum Start liegt der Fokus auf dem Aufbau einer Liquid Biobank, die in den kommenden Jahren schrittweise um weitere Probenarten und Funktionen erweitert wird. Parallel dazu werden infrastrukturelle, organisatorische und qualitätssichernde Grundlagen geschaffen.
Langfristig soll die Biobank Forschende an der Universitätsmedizin bei klinischen Forschungsprojekten unterstützen und zugleich zur Entwicklung der Gesundheitsmodellregion Lausitz beitragen. Dabei arbeitet die BBMUL – CT eng mit dem Datenintegrationszentrum (DIZ) Cottbus zusammen. So können Prozesse und Standards aus der Medizininformatik frühzeitig integriert und die Anbindung an nationale Forschungsdatenstrukturen sichergestellt werden.
„Der Austausch mit den etablierten Biobanken im GBN bietet uns bereits in der Aufbauphase wertvolle Impulse für den strukturierten Ausbau unserer Infrastruktur und die Umsetzung hoher Qualitätsstandards“, sagt Dr. rer. nat. Gina-Maria Lilienthal, Leiterin der BBMUL – CT. „Wir freuen uns sehr darauf, Teil des Netzwerks zu sein und die zukünftige Zusammenarbeit aktiv mitzugestalten.“
Über die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem
Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) ist die erste staatliche Universitätsmedizin Brandenburgs und wurde am 1. Juli 2024 gegründet. Mit den Schwerpunkten in Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung verfolgt sie innovative Ansätze für die Gesundheitsversorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Die MUL – CT vereint Gesundheitsversorgung, Forschung und Lehre unter einem Dach und ist als Teil der „Modellregion Gesundheit Lausitz“ eng mit regionalen Versorgungs- und Forschungsstrukturen vernetzt. Der Studienbetrieb im Fach Humanmedizin startet im Oktober 2026.
Über das German Biobank Network (GBN)
Das German Biobank Network (GBN) vereint akademische Biobanken an 40 Standorten, die humane Bioproben sammeln und für die biomedizinische Forschung bereitstellen. Sie etablieren gemeinsame Qualitätsstandards und machen Proben und zugehörige Daten europaweit zugänglich. Das Bündnis nimmt neben Partnerbiobanken auch Observer auf, die sich noch im Aufbau befinden oder ihre Strukturen weiterentwickeln wollen. Die Aufnahme in das GBN erfolgt über ein strukturiertes Bewerbungsverfahren.
