Im März besuchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das Projekt PEDNET-LC am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Das bundesweite Netzwerk aus 65 Kliniken und Forschungseinrichtungen arbeitet daran, die Diagnostik und Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Long-COVID-ähnlichen Erkrankungen zu verbessern. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert das Projekt über einen Zeitraum von vier Jahren mit rund 41 Millionen Euro.
Ein zentraler Bestandteil von PEDNET-LC ist die gemeinsame Biobank-Infrastruktur an den Standorten Dresden und Freiburg. Die BioBank Dresden und die FREEZE-Biobank Freiburg – beide Partner im German Biobank Network (GBN) – sammeln Bioproben als wissenschaftliche Grundlage, um die Ursachen und Mechanismen von Long-COVID-ähnlichen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter besser zu verstehen.
In der PEDNET-LC-Biobank werden Proben wie Blut, Urin, Haarproben sowie Nasen- und Rachenabstriche qualitätsgesichert gesammelt und für Forschungsprojekte bereitgestellt. Das Ziel besteht darin, neue Biomarker zu identifizieren und langfristig gezielte Therapieansätze zu entwickeln. Ein besonderes Merkmal ist die Möglichkeit der Probengewinnung zu Hause: Mithilfe spezieller Selbstabnahme-Kits können auch schwer erkrankte oder immobile Patient:innen an der Forschung teilnehmen.
Durch die enge Verzahnung von klinischer Versorgung und Biobanking leisten die beiden GBN-Partnerbiobanken einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis von postinfektiösen Erkrankungen wie Long COVID oder Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom bei Kindern und Jugendlichen.
Pressemitteilung des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden
