Neu im GBN: Zentrale Biobank Magdeburg

V. l. n. r.: Julia Heise (Research Biobank Assistant), Dr. Nicole Gröger (Leitung), Dr. Anja Bernhardt (Leitung). © ZBM

Das German Biobank Network (GBN) heißt die Zentrale Biobank Magdeburg (ZBM) als neuen Observer im Netzwerk willkommen. Die Einrichtung befindet sich derzeit noch im Aufbau und verfügt über ein klares Konzept, das auf moderne Strukturen, qualitätsgesicherte Probenlagerung und eine enge Vernetzung mit Forschung und Klinik ausgerichtet ist.

Aufbau einer zentralen Infrastruktur

Die ZBM entsteht im Rahmen des Zentrums für Medizinische Forschungsinfrastruktur (ZMF) an der Medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg. Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle für die Lagerung und Bereitstellung humaner Bioproben zu schaffen und zugleich die infrastrukturelle und fachliche Expertise der Fakultät zu bündeln. Geplant sind unter anderem die Lagerung von FFPE-Gewebe, Plasma, Serum, Urin, DNA, RNA und PBMCs in Stickstofflagern, -80 °C- und -20 °C-Tiefkühlgeräten sowie automatisierten Systemen. Darüber hinaus sollen Dienstleistungen wie DNA- und RNA-Extraktionen angeboten werden, ergänzt durch die Anbindung an die Core Facility NGS.

Frühzeitiger Austausch mit dem Netzwerk

Die Aufnahme als Observer ermöglicht der ZBM den Zugang zu GBN-Arbeitsgruppen und -Fortbildungsangeboten. „Für uns ist es besonders wertvoll, schon in der Aufbauphase von den Erfahrungen der etablierten Biobanken zu lernen und Qualitätsstandards von Beginn an umzusetzen“, sagt Dr. Anja Bernhardt, Leiterin der ZBM.

Dr. Ronny Baber, Mitglied im Steering Committee des GBN, ergänzt: „Die ZBM verfolgt ein klares Konzept und zeigt, wie man moderne Biobanken von Anfang an professionell plant. Wir freuen uns, das Magdeburger Team im Netzwerk willkommen zu heißen.“

Über das German Biobank Network (GBN)

Das German Biobank Network (GBN) vereint akademische Biobanken an 38 Standorten, die humane Bioproben sammeln und für die biomedizinische Forschung bereitstellen. Sie etablieren gemeinsame Qualitätsstandards und machen Proben und zugehörige Daten europaweit zugänglich. Seit 2021 nimmt das Bündnis neben Partnerbiobanken auch Observer auf, die sich noch im Aufbau befinden oder ihre Strukturen weiterentwickeln wollen. Die Aufnahme in das GBN erfolgt über ein strukturiertes Bewerbungsverfahren.