Kommentar zu den Rahmenbedingungen datenbasierter multizentrischer Forschung

Internationale medizinische Forschung ist heute stärker denn je auf den Austausch großer Datenmengen und die Zusammenarbeit vieler Standorte angewiesen. Ein aktueller Kommentar in Nature Reviews Nephrology zeigt, welche infrastrukturellen und politischen Reformen notwendig sind, um diese Zusammenarbeit effizienter zu gestalten.

Anhand der Entwicklungen in Deutschland beschreiben die Autor*innen, wie mit dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), dem Nationalen Obduktionsregister (NAREG), optimierten Ethikverfahren (one study, one vote) sowie digitalen Plattformen wichtige Voraussetzungen für eine moderne, datengetriebene Forschung geschaffen wurden. Das Ziel sollte sein, administrative Hürden abzubauen, Forschungsdaten besser nutzbar zu machen und multizentrische Studien schneller umzusetzen. Gleichzeitig wird deutlich, dass nationale Maßnahmen künftig durch internationale und europäische Regelungen – etwa für den European Health Data Space – ergänzt werden müssen, um medizinische Forschung in Deutschland nachhaltig zu stärken.

Der Beitrag unterstreicht die Bedeutung leistungsfähiger Forschungsinfrastrukturen und harmonisierter Rahmenbedingungen für die Medizin der Zukunft – und hebt dabei auch die Rolle des Nationalen Obduktionsregisters als Teil dieser Entwicklung hervor.

Den vollständigen Kommentar von Kuderna et al. gibt es hier zu lesen.