Am 11. Und 12. Juni nahm NAREG an den diesjährigen Registertagen der TMF in Berlin teil. Die Veranstaltung brachte Expert*innen aus Forschung, Versorgung und Registerwesen zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen medizinischer Register zu diskutieren. Der erste Veranstaltungstag stand im Zeichen des geplanten Registergesetzes. In den Diskussionen wurde deutlich, dass dessen Erfolg maßgeblich von einer praktikablen Umsetzung abhängen wird. Gleichzeitig wurde die zentrale Bedeutung medizinischer Register für Forschung, Versorgungsqualität und evidenzbasierte Entscheidungen hervorgehoben. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Datenverknüpfung, insbesondere auf der Bedeutung hoher Datenqualität, klarer rechtlicher Rahmenbedingungen und ausreichender Ressourcen.
Am zweiten Veranstaltungstag standen Standardisierung, Harmonisierung und die europäische Perspektive medizinischer Register im Fokus. Im Rahmen ihres Vortrags „Auf Kollisionskurs? Einwilligung und Rechtsgrundlagen in der Registerrealität“ stellte Svenja Windeck die Arbeit von NAREG vor und beleuchtete die Herausforderungen bei der Vereinheitlichung von Registerstrukturen. Dabei wurde deutlich, dass rechtliche und ethische Anforderungen bereits in der Konzeption von Registern berücksichtigt werden müssen, um nachhaltige und praktikable Lösungen zu ermöglichen. Thematisiert wurden unter anderem die rechtlichen Grundlagen von NAREG, geplante Änderungen im Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) für das neue Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) sowie der Broad-Consent-Ansatz der Medizininformatik-Initiative (MII), der auch in der anschließenden Podiumsdiskussion intensiv diskutiert wurde.
Das NAREG-Team bedankt sich bei der TMF für die gelungene Organisation sowie bei allen Beteiligten für den fachlichen Austausch und die wertvollen Impulse.

